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Konfessionslos

Um gleich vorweg zu greifen: ich will und würde niemals jemanden verurteilen, wegen dem, was er glaubt und vertritt. First of all.

ABER: irgendwie erwarte ich das auch von meinem Gegenüber.
Beim Vorstellungsgespräch heute morgen wurde ich nach meiner Konfession gefragt. Meine ehrliche Antwort lautete: Ich bin konfessionslos.

Man fragte mich, ob ich in der Lage sei, die christlichen Werte einer Einrichtung auch nach aussen zu vertreten und ob mir bewusst sei, dass die besagte Einrichtung den Diakonischen Auftrag vertrete.
Ja, ist mir bewusst und ja, kann ich.
Man fragte mich, was das meiner Meinung nach für Werte seien.
Ich sagte: wenn ich hier arbeite, dann vertrete ich die Werte, die für eine gute Pflege stehen: soziales Denken und Handeln, Mitgefühl, Professionalität und den Willen und das Wissen, dem alten Menschen seinen letzten Lebensabschnitt so gut und angenehm wie möglich zu gestalten. Und ich sagte ihnen, dass ich der Auffassung bin, jeder Mensch, der in der Pflege arbeitet solle diese Werte leben und vertreten - ob christlich oder nicht.
Damit war man dann erstmal zufrieden. Aber dann kam die Frage, ob mir klar sei, dass viele der Bewohner sich wünschen, dass man mit ihnen betet, ihnen Hoffnung gibt, dass es Gottesdienste und Gedenkgottesdienste im Haus gebe und man von mir erwarte, daran teilzunehmen.
Ja, sagte ich, und betonte dass ich trotz meiner nicht christlich geprägten Erziehung durchaus bereit und in der Lage bin, das zu tun.

Ich möchte doch mal behaupten, dass der wichtigste und größte menschliche Wert meiner Auffassung nach die Empatie ist. Wenn das bedeutet, dass ich mit einem trauernden, verzweifelten Menschen bete, dann tue ich das selbstverständlich.

Ich finde es irgendwie seltsam, dass bei einem Vorstellungsgespräch mehr Aufmerksamkeit auf der religiösen Orientierung eines Menschen liegt als auf seinen pflegerischen Qualitäten...

Ich weiss nicht, ob ich mir mit meiner Antwort auf diese Fragen vielleicht einen Job verbaut habe - aber wenigstens stehe ich zu dem, was ich glaube - oder eben nicht glaube.
Ich finde es irgendwie nicht richtig, einen Menschen nach dem zu bewerten, was er glaubt. Wichtiger ist doch, professionelle Pflegende zu haben, die sich auf die Bedürfnisse der zu Pflegenden einstellen können - sei dieser dann Moslem, Christ oder Atheist - ist doch egal, hauptsache er kann den Menschen geben, was sie brauchen - oder?
25.8.10 12:16
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


kerkermotiv / Website (25.8.10 13:00)
"[...] - oder?"
Ja.
Der Punkt is nur, dass Individuen der einen Kultur/Religion/Wasauchimmer nicht in jedem Fall den Individuen der anderen Kultur/Religion/Wasauchimmer das geben können, was diese wollen oder brauchen.
Deshalb fragen die. Wo ist da das Problem?
Ob man trotzdem geeignet ist, klärt sich GERADE dadurch, dass man's anspricht.


Devi (25.8.10 13:20)
Naja - da ich aber im christlich geprägten Abendland aufgewachsen bin denke ich schon, dass ich in der Lage bin, darauf einzugehen.
Ich finds einfach etwas seltsam, dass darauf so ein großer Schwerpunkt liegt - dass ich mehr drauf hab als der eine oder andere Kollege, interessiert dann einfach nicht mehr.


hannah (25.8.10 15:08)
Als Unternehmen jedweger Art legt man natürlich Wert darauf, dass das Bild, das man von sich darstellen möchte durch die Angestellten so gut wie möglich nach außen hin präsentiert wird.
Bei einer christlichen Einrichtung sind dies eben die christlichen Werte.
Ist doch logisch, dass sie danach fragen.

Man stellt als Verband der Homosexuellen ja auch nicht nen homophoben Schwulenhasser als Pressesprecher ein^^

Ich wundere mich, dass dich das so gewundert hat.


Devi (25.8.10 19:32)
DAS sie fragen ist ja nicht der Punkt - aber dass sie sonst effektiv nichts gefragt haben, fand ich etwas seltsam... der Fokus lag tatsächlich fast ausschließlich auf dem Thema Religion - und das finde ich doch mehr als seltsam.

Davon abgesehen bin ich ja nun nicht der Antichrist (und bete ihn auch nicht an ^^) sondern einfach nur konfessionsLOS. Ich mein, stellen die dann auch keine Moslems ein weil die die christlichen Werte nicht vertreten?


Maddyn (25.8.10 20:46)
also zum hauptthema bei einem einstellungsgespräch zu machen welcher religion man angehört und nicht welche qualifikationen man für den job mitbringt, is mir auch schleicherhaft. das grenzt schon fast an diskriminierung! christliche einrichtung hin oder her, aber an der stelle is das meiner meinung nach nicht nachvollziehbar. mal die frage zu stellen ist i.O. aber sonst eigentlich so gut wie nichts über sein wissen und können zu stellen is mal voll daneben.

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